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Welche Ausrüstung wird für eine Live-Video-Produktion benötigt?

Eine Live-Video-Produktion benötigt vier Baugruppen: Kameras mit Stativen und Objektiven, einen Bildmischer für die Live-Regie, professionelle Tontechnik sowie Encoder und eine stabile, redundante Internetanbindung für das Streaming. Der Umfang skaliert mit dem Anspruch – vom Ein-Kamera-Webinar bis zur Mehrkamera-Konferenz mit Grafik-Einblendungen.

Bild: Kameras und Regie

Für professionelle Streams kommen zwei bis vier Kameras zum Einsatz: eine Totale, eine Nahaufnahme der sprechenden Person, optional eine bewegte Kamera für Dynamik und eine für das Publikum. Die Signale laufen über SDI oder NDI in einen Bildmischer (z. B. ATEM- oder Tricaster-Klasse), an dem die Regie live schneidet, Grafiken und Bauchbinden einblendet und Zuspieler abfährt. Dazu gehören Monitore für die Bildkontrolle und ausreichend Licht – gerade in Sitzungszimmern und Eventräumen ist das vorhandene Licht fast nie streamtauglich.

Für hybride Events kommen Rückwege dazu: Monitore für remote zugeschaltete Gäste und eine stabile Konferenz-Anbindung, damit der Dialog in beide Richtungen funktioniert.

Ton: der unterschätzte Erfolgsfaktor

Zuschauende verzeihen ein weiches Bild, aber keinen schlechten Ton. Benötigt werden Funkstrecken mit Lavalier- oder Handmikrofonen für alle Sprechenden, ein Audiomischpult mit dedizierter Betreuung und eine saubere Einbindung von Zuspielton und allfälligen Remote-Gästen. Bei hybriden Events kommt die Beschallung im Saal dazu – inklusive Rückkopplungsmanagement. Faustregel: Pro sprechender Person ein eigenes Mikrofon, plus mindestens eine Reserve-Funkstrecke.

Planen Sie den Soundcheck mit allen Sprechenden fix in den Ablauf ein – nicht erst fünf Minuten vor Sendebeginn.

Streaming: Encoder, Leitung, Redundanz

  • Encoder: Hardware-Encoder wandeln das Programmsignal in den Stream um – zuverlässiger als reine Software-Lösungen.
  • Internetanbindung: Eine dedizierte, kabelgebundene Leitung mit garantierter Upload-Bandbreite; das Gäste-WLAN reicht nicht.
  • Redundanz: Zweite Leitung (z. B. gebündeltes 4G/5G), Backup-Encoder und Aufzeichnung vor Ort, damit im Ernstfall nichts verloren ist.
  • Plattform-Anbindung: Konfiguration für LinkedIn Live, YouTube, Vimeo oder die Eventplattform, inklusive Testlauf am Vortag.

Mieten, kaufen oder Produktionspartner?

Für ein einzelnes Event lohnt sich der Kauf dieser Technik nicht – ein komplettes Mehrkamera-Setup bindet schnell einen sechsstelligen Betrag und veraltet. Sinnvoller ist ein Produktionspartner, der Technik und eingespieltes Personal mitbringt: Bildregie, Tontechnik und Streaming-Betreuung entscheiden mehr über die Qualität als das Kameramodell. Bei Viven in Zürich planen wir Live-Produktionen inklusive Redundanzkonzept und produzieren aus dem Mitschnitt anschliessend Highlight-Clips in 16:9, 9:16 und 1:1 für die Nachverwertung.

Fragen Sie im Angebot explizit nach Redundanzkonzept und Personalplan – eine Positionenliste mit Kameramodellen sagt wenig darüber aus, ob der Stream im Ernstfall stabil bleibt.

So sieht das aus

Viven — Showreel

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