Drohnenaufnahmen sollten in der Videoproduktion eingesetzt werden, weil sie mit überschaubarem Aufwand Perspektiven liefern, die früher einen Helikopter erforderten: Sie zeigen Massstab, Lage und Kontext eines Unternehmens in Sekunden und heben den wahrgenommenen Produktionswert eines Films deutlich an. Entscheidend ist der gezielte, legale Einsatz.
Eine Luftaufnahme ist mehr als ein schöner Effekt – sie beantwortet Fragen, die Bodenkameras nicht beantworten können:
In Employer-Branding- und Imagefilmen schaffen wenige Sekunden Luftbild oft mehr Eindruck als eine Minute Interview.
Drohnenflüge sind in der Schweiz klar reguliert. Seit Übernahme der EU-Drohnenregelung gilt: Registrierungspflicht für Betreiber, Kompetenznachweis für Piloten der meisten Kategorien und strenge Regeln über Menschenansammlungen sowie in der Nähe von Flugplätzen. In Städten wie Zürich kommen kantonale und kommunale Einschränkungen hinzu, für viele Zonen braucht es Bewilligungen. Für Auftraggeber heisst das: Arbeiten Sie mit Produktionsfirmen, die registrierte Piloten, Haftpflichtversicherung und Bewilligungsprozesse mitbringen. Ein illegaler Flug gefährdet nicht nur das Projekt, sondern auch die Reputation Ihres Unternehmens.
Drohnenaufnahmen sind dann sinnvoll, wenn Ort und Grösse Teil der Geschichte sind – bei Arealen, Immobilien, Events oder Tourismus. Wenig bringen sie bei reinen Interview- oder Studioproduktionen. Kostenseitig ist die Drohne heute kein Luxus mehr: In einer Gesamtproduktion von Viven ist ein Drohnenmodul oft als halber oder ganzer Drehtag integriert und bewegt sich im Rahmen typischer Projektbudgets von CHF 4'000 bis 80'000. Geplant wird der Einsatz in der Vorproduktion, inklusive Wetterfenster und Ausweichterminen – so wird aus dem Effekt ein verlässlicher Bestandteil des Films.
Damit Drohnenaufnahmen halten, was sie versprechen, lohnen sich vier Vorkehrungen: Klären Sie Bewilligungen früh – in dicht besiedelten Zonen wie der Stadt Zürich dauern Abklärungen mitunter Wochen. Planen Sie ein Wetterfenster mit Ausweichtermin ein, denn Wind und Regen sind die häufigsten Gründe für Verschiebungen. Definieren Sie vorab die zwei, drei Flugbilder, die der Film wirklich braucht, statt stundenlang «schöne Luftbilder» zu sammeln. Und verlangen Sie den Nachweis von Registrierung und Versicherung des Piloten schriftlich – das schützt im Ernstfall Ihr Unternehmen, nicht nur die Produktionsfirma.
Viven — Showreel
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