Bei der Produktion von Lehrvideos kommen fünf Hauptformate zum Einsatz: Screencasts für Software, gefilmte How-to-Videos mit realen Personen, animierte Erklärvideos für abstrakte Konzepte, Interview- und Talking-Head-Formate für Expertenwissen sowie Mikrolearning-Clips für den schnellen Konsum. Die Wahl hängt vom Lerninhalt ab – nicht vom Geschmack.
Für digitale Produkte ist der Screencast das Standardformat: Bildschirmaufnahme plus professionell eingesprochener Kommentar, ergänzt um Zooms, Hervorhebungen und Kapitelmarken. Die Stärke liegt in der Eins-zu-eins-Nachvollziehbarkeit – Lernende sehen exakt, wo sie klicken müssen. Wichtig für die Qualität: ein sauberes Skript statt improvisiertem Durchklicken, eine aufgeräumte Demo-Umgebung ohne echte Kundendaten und regelmässige Aktualisierung, wenn sich die Oberfläche ändert.
Für die Tonspur lohnt sich ein professionelles Voice-over: Es ist der Unterschied zwischen einem Video, das man durchhält, und einem, das nach dreissig Sekunden geschlossen wird.
Sobald physische Handgriffe gezeigt werden – ein Gerät bedienen, ein Produkt anwenden, einen Prozess am Arbeitsplatz ausführen –, ist das gefilmte How-to unschlagbar. Eine Person führt durch die Schritte, Nahaufnahmen zeigen die Details. Wir haben solche Serien etwa für V-ZUG (Haushaltsgeräte) und Kanebo (Kosmetikanwendung) produziert. Erfolgsfaktoren: eine klare Schritt-Struktur, Text-Einblendungen für die Kernpunkte und Untertitel, weil viele Nutzer ohne Ton schauen.
Abstrakte Inhalte – Prozesse, Datenflüsse, Compliance-Regeln, Finanzkonzepte – lassen sich oft gar nicht filmen. Hier übernimmt die Animation: Sie visualisiert Unsichtbares, hält den Stil über Jahre konsistent und lässt sich günstig in mehrere Sprachen adaptieren, da nur Voice-over und Texte getauscht werden. Der Nachteil: weniger menschliche Nähe. In der Praxis bewährt sich deshalb der Mix – reale Aufnahmen für Emotion und Glaubwürdigkeit, animierte Sequenzen für die Erklärung.
Gerade für mehrsprachige Schweizer Unternehmen ist diese Adaptierbarkeit ein handfester Kostenvorteil.
Die Formatwahl folgt einer einfachen Regel: Zeigen, was zeigbar ist; animieren, was abstrakt ist; kurz halten, was mobil konsumiert wird. Bei Viven kombinieren wir die Formate meist innerhalb einer Serie – produziert in Deutsch, Englisch oder Spanisch, mit Untertiteln und allen Seitenverhältnissen.
V-ZUG — How-to
Erzählen Sie uns von Ihrem Projekt — Sie erhalten eine klare Offerte, meist innert eines Arbeitstages.