Wissen

Was ist die Produktion von E-Learning-Videos?

Die Produktion von E-Learning-Videos ist die Erstellung von Lehr- und Schulungsvideos, die Wissen strukturiert, wiederholbar und skalierbar vermitteln – vom Onboarding neuer Mitarbeitender über Produktschulungen bis zu Compliance-Trainings. Gut gemachte Lernvideos ersetzen hunderte Stunden Präsenzschulung und stellen sicher, dass alle dieselbe Qualität erhalten.

Was E-Learning-Videos von anderen Videos unterscheidet

Ein Lernvideo wird nicht an Reichweite gemessen, sondern daran, ob die Zuschauenden nachher etwas können. Das verändert die Produktion grundlegend:

  • Didaktik vor Dramaturgie: Lernziele definieren, Stoff in Kapitel von drei bis sechs Minuten gliedern – niemand lernt aus einem 40-Minuten-Video.
  • Klarheit vor Effekt: ruhige Bildsprache, deutliche Sprache, konsistente Begriffe.
  • Modularität: Einzelthemen als eigene Clips, damit Inhalte einzeln aktualisiert und in Lernplattformen (LMS) eingebunden werden können.
  • Barrierefreiheit: Untertitel und mehrsprachige Versionen sind bei internationalen Teams Pflicht, nicht Kür.

Formate und ihr richtiger Einsatz

Die Produktion kombiniert je nach Stoff verschiedene Techniken: Realfilm mit Fachpersonen vor der Kamera schafft Verbindlichkeit und eignet sich für Führungs- und Kulturthemen. Screencasts mit professionellem Sprecher sind der Standard für Software-Schulungen. Animation und Motion Graphics erklären abstrakte Prozesse – Sicherheitskonzepte, Datenflüsse, Compliance-Regeln – präziser als jede Kamera. How-to-Videos am realen Produkt, wie wir sie etwa für V-ZUG und Kanebo produziert haben, zeigen Handgriffe Schritt für Schritt. Meist ist die Mischung am wirksamsten: ein Gesicht als roter Faden, Grafik für die Inhalte.

Ablauf, Kosten und Aktualisierung

Am Anfang steht ein Curriculum-Workshop: Welche Lernziele, welche Module, welche Reihenfolge? Danach folgen Skripte mit Fachfreigabe, Dreh oder Animation, Schnitt und Einbindung ins LMS-Format. Weil E-Learning in Serien entsteht, lohnt sich Batch-Produktion: Mehrere Module aus denselben Drehtagen senken die Kosten pro Video deutlich. Serien starten bei Viven typischerweise ab rund CHF 4'000 pro kompaktem Modul, umfangreiche Programme liegen im fünfstelligen Bereich innerhalb üblicher Projektbudgets bis CHF 80'000. Der erste Schnitt liegt nach etwa zwei Wochen vor; geliefert wird in 16:9 sowie 9:16 für mobiles Lernen, auf Deutsch, Englisch und Spanisch mit Untertiteln.

Erfolg messen und Inhalte aktuell halten

E-Learning-Videos sind kein einmaliges Projekt, sondern ein Bestand, der gepflegt werden will. Messen Sie deshalb von Anfang an: Abschlussquoten pro Modul, Abbruchstellen im Video und Testergebnisse zeigen präzise, welche Inhalte funktionieren und wo nachgebessert werden muss. Planen Sie jährliche Review-Zyklen ein, in denen veraltete Module identifiziert werden – nichts untergräbt eine Lernplattform schneller als Videos mit alten Oberflächen oder überholten Prozessen. Produktionsseitig hilft modulare Bauweise: Wenn sich nur ein Prozessschritt ändert, wird ein einzelnes Kapitel neu produziert statt der ganzen Serie. Das senkt die Unterhaltskosten über Jahre erheblich.

So sieht das aus

V-ZUG — How-to

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