
Das richtige Format für jede Plattform
Die grössten sozialen Netzwerke mögen zwar ähnliche Inhalte, aber sie bevorzugen unterschiedliche Formate. TikTok und Instagram Reels dominieren weiterhin mit Vertical Video – also 9:16 oder gar 9:19.5, je schmaler, desto besser. YouTube wiederum bevorzugt immer noch die klassische 16:9 Breite, speziell bei längeren Videos. LinkedIn hat sich dem Trend angepasst und zeigt sowohl Hochformat als auch Querformat gut an, bevorzugt aber 1:1 oder 9:16 für schnelle Aufmerksamkeit im Feed.
Pinterest und TikTok-ähnliche Kanäle profitieren von den extremsten Hochformaten – 4:5 ist ein bewährter Mittelweg. Das Wichtigste: Erstellen Sie Ihr Video nicht in nur einem Format und hoffen, dass es überall funktioniert. Responsive Design ist auch beim Video nicht optional.
Ideale Videolängen nach Plattform und Ziel
TikTok: 15–60 Sekunden sind das Goldene Fenster. Der Algorithmus bevorzugt Videos, die bis zum Ende geschaut werden – also eher kurz und prägnant. Alles über 3 Minuten funktioniert nur für etablierte Creator.
Instagram Reels: 15–90 Sekunden sind Standard. Die längeren Reels performen, wenn sie eine Geschichte erzählen oder educativ sind.
YouTube Shorts: 15–60 Sekunden, aber YouTube Longform (10 Minuten+) bleibt König für Brand Videos und Dokumentationen.
LinkedIn: 30–90 Sekunden. Auf LinkedIn zählt nicht Geschwindigkeit, sondern Substanz. Ein gut erklärtes Firmenvideo oder ein Mitarbeiter-Testimonial funktioniert besser als schnelle Schnitte.
Facebook: 60–90 Sekunden. Facebook-Nutzer scrollen weniger impulsiv als auf TikTok.
Technische Spezifikationen: Das sollten Sie wissen
Auflösung: Minimum 1080p (Full HD). 4K ist nicht nötig für Social Media – der Dateirahmen explodiert, ohne visuellen Mehrwert zu bieten. Speichern Sie in 1080p oder 1440p.
Bitrate: 5–8 Mbps für Video, 128 kbps für Audio. TikTok und Instagram komprimieren ohnehin aggressiv, also verschwenden Sie keine Bandbreite.
Codecs: H.264 (AVC) ist der Standard. H.265 (HEVC) ist moderner, wird aber nicht von allen Plattformen unterstützt. Bleiben Sie sicher bei H.264.
Framerate: 24fps, 25fps oder 30fps. Alles unter 24fps wirkt ruckelnd. 60fps ist nur sinnvoll, wenn Sie Slow-Motion-Effekte planen.
Dateigrösse: Instagram Reels akzeptieren bis 4GB, TikTok bis 287.6 MB. Komprimieren Sie klug – nutzen Sie ein Tool wie HandBrake oder Adobe Media Encoder mit intelligenten Einstellungen.
Audio und Untertitel: Das unterschätzte Fundament
2026 ist klar: Viele nutzer scrollen Social Media ohne Ton. 80% aller Videos werden stumm geschaut. Das bedeutet: Untertitel sind nicht optional, sondern obligatorisch. Nutzen Sie Captions, die synchron laufen und lesbar sind (mindestens 16pt Schrift).
Der Ton selbst sollte trotzdem professionell sein. Wenn Sie Employer-Branding-Videos oder Produktvideos erstellen, lohnt sich eine anständige Soundmischung. Hintergrundmusik braucht Lizenz – nutzen Sie Plattformen wie Epidemic Sound oder Artlist, die für Schweizer Unternehmen günstig sind.
Die Rolle von Thumbnails und Hook-Frames
Das erste Frame zählt. YouTube zeigt Thumbnails, TikTok zeigt das erste Bild beim Scrollen. Ein starkes Visual oder ein überraschender Text im ersten Frame erhöht die Click-Through-Rate um bis zu 40%. Nutzen Sie Kontrast, Bewegung oder Text-Overlay in den ersten 0,3 Sekunden.
Platform-spezifische Empfehlungen 2026
- TikTok: 9:16, 30–45 Sekunden, H.264, 1080p, Hook in Frame 1
- Instagram Reels: 9:16, 45–90 Sekunden, 1080p, Untertitel über die native App
- YouTube Shorts: 9:16, 15–60 Sekunden, aber nutzen Sie auch Longform-Content für SEO
- LinkedIn: 1:1 oder 9:16, 60–90 Sekunden, professioneller Ton, keine Trend-Sounds
- Facebook: 1:1, 60–90 Sekunden, mit Captions für Stumm-Zuschauer
Für professionelle Social-Media-Videos, die tatsächlich konvertieren, lohnt sich die Zusammenarbeit mit Profis. Viven AG hat bereits für UBS, Siemens, ON und FIFA Videos produziert, die nicht nur viral gehen, sondern auch zu messbaren Ergebnissen führen.
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